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| Fest zum türkischen Tag
des Kindes
OB Wolfgang Schuster lädt junge Stuttgarter ins Rathaus ein Der Tag des Kindes, der am 23. April traditionell in der Türkei gefeiert wird, hat sich nun auch in Stuttgart etabliert. Beim siebenten Internationalen Kinderfest am Sonntag konnten türkische Kinder das Rathaus besichtigen und sich mit Kindern aus anderen Kulturen anfreunden. VON MICHAELE HESKE Kinder, Kinder: In Stuttgart leben Menschen aus 170 Nationen. Diese Vielfalt war Grund für Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, in der "kinderfreundlichen Stadt Stuttgart" auch in diesem Jahr wieder ein "großes Multikulti-Kinderfest" zusammen mit der European Assembly of Turkish Academics (EATA) zu organisieren. Rund 5000 Sprösslinge aus den unterschiedlichsten Kulturen feierten mit ihren Eltern dann auch auf dem Marktplatz "Nisan 23", auf Deutsch den 23. April, wie der türkische Generalkonsul Nejat Akçal erklärte. Dieses Fest, das Kemal Atatürk in den zwanziger Jahren als staatlichen Feiertag in der Türkei eingeführt hat, soll daran erinnern, dass "die Kinder unsere Zukunft sind", zitierte der Generalkonsul den türkischen Staatsgründer. "Kinder können sich noch vorurteilslos begegnen - sie sind die Basis von Freundschaft und Frieden", stellte Akçal fest. Auch Königin Silvia wäre gerne zum Kinderfest gekommen. "Aus Sicherheitsgründen war ein Besuch aber nicht möglich", sagte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, der den Anwesenden leider nur Grüße von der in Stuttgart weilenden schwedischen Monarchin ausrichten konnte. Dafür lud Schuster die feiernden Kinder ins Rathaus ein: "Es ist wichtig, dass der Nachwuchs schon frühzeitig erfahren kann, dass das Rathaus ein Ort ist, wo man sich auch wohl fühlen kann." Im Foyer des Rathauses lockten vielfältige Angebote die Kinder: Es gab zum Beispiel einen Garten der fünf Sinne zum Spielen. An anderen Ständen wiederum klärte das Jugendamt gemeinsam mit Kindern aus Nicaragua über Kinderarbeit in Mittelamerika auf. Trotz des abwechslungsreichen Programms für die Kinder und ihre Eltern sei im Rathaus und auf dem Marktplatz an diesem Sonntag längst nicht so viel los gewesen wie in den vergangenen Jahren, meinte Albi Hefele von der Band des Tigerenten-Clubs. "Möglich, dass der Staatsbesuch von Königin Silvia auf dem Schlossplatz in diesem Jahr für die Stuttgarter oberste Priorität hatte", so die Vermutung. |