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EATA Baden-Württemberg
Presseerklärung, 20.01.2007
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| EATA bedauert und verurteilt
die Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink
Die türkische Akademikerorganisation EATA Baden-Württemberg hat mit großer Trauer die Ermordung von Hrant Dink zur Kenntnis genommen. Wir verurteilen den Mord an dem türkisch-armenischen Intellektuellen und Journalisten, der sich für die Aussöhnung zwischen Türken und Armeniern eingesetzt hat. Seine Ermordung ist durch nichts und niemanden entschuldbar. Wir erwarten von den türkischen Behörden eine schnelle Ermittlung seiner Mörder. Der armenischen Gemeinde in der Türkei und dem türkischen Volk sprechen wir unser tiefes Beileid aus. Dink war ein streitbarer Intellektueller und nicht immer haben wir seine Bewertungen und Äußerungen zu den Ereignissen von 1915 und zu möglichen Wegen der Aussöhnung der beiden Nachbarvölker geteilt. EATA Baden-Württemberg steht aber für die Meinungsfreiheit vom Hrant Dink und anderer Intellektueller. Wir werden seine kritische Haltung und Standhaftigkeit, mit der er seine Meinung vertreten hat, vermissen. Wir hoffen, dass auch nach dem schrecklichen Mord an Hrant Dink der Weg zur Versöhnung weiter beschritten, eine sachliche Debatte und die Aufarbeitung der Geschichte weiter vorangetrieben werden, damit es schließlich zu einer friedlichen Aussöhnung zwischen Türken und Armeniern kommt. Nichts anderes hätte sich Hrant Dink gewünscht! |